Freier Tanz im Delta VI


Chaos (UA)
Tanztheaterabend von Éric Trottier
Erster Teil der Trilogie No Control

DI 05. Juli, 20:00 Uhr

Eintrittspreis: 12 € / 6 € (ermäßigt)

    

Choreographie & Regie: Éric Trottier

Musik: Jörg Ritzenhoff
Kostüme: Melanie Riester

Bei der Uraufführung tanzten Hwan Hee, Julie Pécard und Patrick Entat, bei der ersten Wiederaufnahme waren es
Michelle Cheung, Katharina Wiedenhofer und Tobias Weikamp


.

Das Wort Chaos beschreibt im allgemeinen Unordnung, Durcheinander und wird als Gegenteil von Ordnung angesehen.

In Physik und Mathematik dagegen findet man in der Chaosforschung hochkomplexe Systeme, die sich durch besondere Eigenschaften auszeichnen wie z.B. den Schmetterlingseffekt, wo der sprichwörtliche Sack Reis, der in China umfällt, auf der anderen Seite des Globus einen Hurrikan auslösen kann. 

In der griechischen Mythologie ist Chaos aber auch ein widersprüchliches Symbol von Leere und Fülle, denn das Chaos brachte Erde, Himmel, Tag und Nacht hervor. Diese Vielfalt der Bedeutung von Chaos ist für den Tanz und Trottiers am Kontrollverlust orientierte choreographische Suche bestimmend:

wohin führt die Vermeidung klar erkennbarer Strukturen im Tanz? Wenn Chaos auch Stillstand ist, wie und wann treffen sich dann im Tanz Chaos und absolute Festlegung? Welche Rolle spielt das Auge und die Visualität? Dienen sie als Stütze, die dem vermeintlichen Unordnung des Chaos eine Struktur entgegen setzen können? Was passiert, wenn ich mich als Tänzer nicht mehr vom Bild des Tanzenden leiten lasse, sondern dem Schmetterlingseffekt im Körper Raum gebe?

Pressestimmen

»
Der Ensemble-Chef zeigt eine klare Handschrift. Er folgt einem festen Plan, räumt seinem Tanztrio aber gleichzeitig Freiheiten ein, um individuelle Zeichen zu setzen. Starke Emotionen zeichnen die Körpersprache.
Anfangs gehorcht sie dem Diktat der elektronischen Musik, später setzt sie dem Stahlgewitter pure Harmonie entgegen.«
Mannheimer Morgen

»Es ist ein ungewöhnliches Experiment, das der kanadische Choreograph Éric Trottier mit den Zuschauern macht: Er verbreitet mit seinen drei Tänzern „Chaos“. So heißt das uraufgeführte Stück, das mit der Verwirrung spielt und doch überaus clever durchkomponiert ist.
...ein intelligent durchdachtes Werk...«
Die Rheinpfalz

»Die Tänzer bewegen sich auf engstem Raum zwischen ihrem Publikum. (...)
Was Eric Trottier hier macht, ist ein geschickter Sprung über den Graben, der üblicherweise Bühne und Zuschauerraum trennt. Ebenso überlegt ist die Tanzsprache, die sich in dieser Stunde entwickelt. (...) Komponist Jörg Ritzenhoff hat dazu ein Klangerlebnis gemixt, das tief in Emotionen eintauchen lässt...«
Führter Nachrichten

Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Mannheim und den Landesverband Freie Tanz- und Theaterschaffende Baden-Württemberg aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst.