In meinen Armen (UA)
Ein Stück Seele

Theaterstück von Carsten Brandau
Uraufführung

Wiederaufnahme 2017

Eintrittspreis: 12 € / 6 € (ermäßigt)



Regie: Inka Neubert

Ausstattung: Linda Johnke
Video: Norbert Kaiser
Musik: Johannes Frisch

mit Fiona Metscher und Jo Schmitt

„Ein Stück Seele“ ist der Untertitel dieser Groteske, in der zehn Menschen von „mindestens zwei Darstellern“ gespielt werden. Nichts scheint zusammenzupassen in dieser verrückten Geschichte, die sich im Wesentlichen um König Richards Currywurstbude herum abspielt.

Da ist Anna, die Gewerkschafterin, liiert mit Hajo, dem Porschefahrer, Tomas der Möchtegern-Romanautor, dessen Freundin Katia ein gemeinsames Kind erfindet, in der Drogerie arbeitet und am Ende den Familienverfall in die Wege leitet um Tomas ein Sujet zu liefern:  

»Hörst du, Tommie? Ich tu das alles nur für dich. Für dich und deinen Familienverfall, den ich dir damit  überhaupt erst ermögliche. Keine Ursache. Aber dann bin ICH dran. Verstanden? Wenn unsere Familie endgültig verfallen ist. Dann suchst DU dir einen Job. Dann positioniere ICH mich mal.« 

Der tägliche Kampf um den Job und den Alltag, letztlich ums Überleben in einer komplett durchgedrehten, entfremdeten Leistungsgesellschaft, in der jeder nur noch für sich selbst und gegen alle anderen kämpft und dabei die absurdesten Schlachten schlägt - das ist das Thema dieses Stücks.  

Geld bzw. der Mangel daran, ist das, was alle umtreibt und in die merkwürdigsten Situationen treibt. Brandau arbeitet dabei - wie schon in „Fabelhafte Familie Baader“ mit dem Element des „Körpertauschs“. Andauernd werden Körperteile oder ganze Körper getauscht oder verliehen. Wer dann gerade wann und warum in welchem Körper steckt ist selten durchschaubar und führt unweigerlich zu fürchterlichen Missverständnissen. So driftet jede Figur in ihr eigenes Chaos, denn das eigene Ich geht allen mehr oder weniger verloren.

Pressestimmen: 

»...ein knackiges Stück ... ein Leckerbissen für subtile Schauspielkunst. Dass ergötzliches Theater daraus wird, bewirken der geschickt vernetzte Text und dessen bravouröse Interpretation. ...ein Meisterstück von Regie und Darstellung.«
Die Rheinpfalz

»Eine große Leistung. ... Ein furioses Stück über die Rollen, die wir im Leben alle zu spielen haben, in uns da drinnen und vor denen da draußen. Wer also Spaß an schrägem Theater, an der Komik des Absurden, am Spiel im Spiel hat, ist hier bestens aufgehoben.«                                                                   
Mannheimer Morgen

Gefördert durch das Kulturamt Mannheim, den Landesverband Freie Tanz- und Theaterschaffende Baden-Württemberg aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst und die Stiftungen der Landesbank Baden-Württemberg