Die Agonie und die Ekstase des Steve Jobs
Monolog von Mike Daisey

Wiederaufnahme Herbst 2016

Eintrittspreis: 10 € / 5 € (ermäßigt)



Regie: Gerhard Piske
mit Stefan Lubinski

Die schimmernde Welt von Apple: hauchdünne leuchtende Laptops, sanfte Formen - kein Wunder, dass viele Menschen ein intimes Verhältnis zu ihren i-Produkten vom iPod bis zum iPhone aufbauen, sich einer fast schon fanatischen ewigen Freundschaft hingeben.

Doch in Die Agonie und die Ekstase des Steve Jobs begegnet ein solcher Apple-Verehrer der düsteren Seite seiner elektronischen Freunde am Rande der Mega-Metropole Hongkong:Dort, im chinesischen Shenzhen, blickt er in den Abgrund der Verzauberung von iPhone, iPod und iPad.
„iCity“ so heißt die gigantische Fabrikwelt: der Elektronikproduzent Foxconn fertigt hier für Apple an, in die Schlagzeilen geriet der Konzern, als er nach Selbstmorden von Mitarbeitern im Jahr 2010 Fangnetze zwischen die Hochhäuser spannen ließ.

Hier ist nun die Geschichte eines entflammten Apple-Jüngers, der seine Unschuld verliert und die Geschichte seiner Lieblingscomputer, seiner Lieblingsfirma.Und die seines großen Heroen: des „iGod“ Steven Paul Jobs (1955-2011).

Der verehrte Erfinder von durchgestylten Kult-Produkten für die Elite des Informationszeitalters, der charismatische Vorreiter einer milliardenschweren Weltfirma hatte 1976 Apple in einer Garage gegründet und er hat von Beginn an das „Think different“ propagiert: anders zu sein als alle anderen.
Doch log er damit nicht sich und die Welt an? Wie steht es mit der westlichen Doppelmoral in den Zeiten der Globalisierung?
Hat dieser visionäre detailbesessene Konzern die verheerenden Zustände an seinem Hauptproduktionsort nicht beachtet? Und: Wieviel Moral werfen Konsumenten von Bord, damit ihre Technologieverliebtheit befriedigt wird?

Auch Mike Daisey wurde 1976 geboren, der amerikanische Künstler und Autor gestaltete bereits mehr als zwanzig Bühnenprogramme, sein viel beachteter autobiographischer Monolog Die Agonie und die Ekstase des Steve Jobs erlebte 2010 in Portland seine Uraufführung.

Das Stück wurde übersetzt von Jennifer Whigham und Anne-Kathrin Schulz.

Pressestimmen

»eindringlich (...)
„Die Agonie und Ekstase des Steve Jobs“ schildert einen von Technik und dem Wunsch, die Welt zu beherrschen, besessenen Unternehmer.Stefan Lubinski führt unter der Regie von Gerhard Piske mit dem Monolog aber auch den Zuschauern deren quasireligiöse Technikverliebtheit vor Augen.«                         
Die Rheinpfalz

»dicht bepackte anderthalb Stunden (...)
Stefan Lubinski geht den Zuschauer bei seinem Spiel direkt an und lässt bis zum Ende nicht locker. Kräftig und hartnäckig hält er den Stuhlreihen den Spiegel vor (...) Ein harter und nachdenklich stimmender Abend, ein sauberes und ehrliches Stück Agitationstheater mit starkem Sendungsbewusstsein...«                                                                                                          
Mannheimer Morgen

Das Apfel-Foto wurde mit einem iPad aufgenommen.
Die Probenfotos stammen von DangerZone.