Der Himmel in der Haut - DO 23., FR 24. & SA 25. Februar, 20 Uhr

 

Neue Götter – Der Prozess des Sokrates
2. Abend: Die Apologie des Sokrates
von Platon - in der Übertragung von Matthias Claudius

Premiere: DI 07. März, 19:30 Uhr
MI 15. März, 19:30 Uhr

Eintritt: 10 € / 5 € (ermäßigt)

Texteinrichtung und Regie: Torsten Israel

mit Leif Schmitt (Sokrates) sowie Masha Embulaeva (Chorführerin) und Eleven der Theaterakademie Mannheim (Chor)

Nachdem im "Euthyphron" die Vorgeschichte von Sokrates´ Anklage wegen der Einführung neuer Götter - tatsächlich aber wegen Nonkonformismus und unabhängigem Denken - dargestellt wurde, zeigen wir jetzt also die Gerichtsverhandlung, in deren Mittelpunkt die berühmte Verteidigungsrede des Sokrates steht.

Grundlage für die szenische Lesung ist die Übersetzung von Matthias Claudius (1740-1815). Anders als bei den meisten Aufführungen dieses Textes wollen wir aber nicht nur Sokrates zu Wort kommen, sondern auch seine Gegner auftreten lassen, den Chor der Bürger von Athen.
 
Ende 2017 folgt dann der dritte und letzte Teil des Projekts, "Phaidon", wiederum nach einem Dialog von Platon. In diesem unterhalten sich zwei Freunde, eben Phaidon und ein Echekrates, über die letzten Stunden des Sokrates und seine Hinrichtung. Dabei kommt das Gespräch vor allem auch auf Sokrates´ Beweise für die Unsterblichkeit der Seele.

Der Philosoph wird von den beiden Freunden letztlich als herausragender Denker und in gewisser Weise sogar Politiker gelobt und gepriesen. Allerdings waren auch Phaidon und Echekrates, das wird die szenische Einrichtung deutlich machen, zuvor nicht bereit, ihm im Prozess beizustehen. So erweist sich das Schicksal des Sokrates, das sie nun wortreich beklagen, auch und gerade als Folge ihrer mangelnden Zivilcourage.