Abgang
DI 12. Dezember, 19:30 Uhr

Eintritt: 8 € / 6 € (ermäßigt)
Für ABGANG können keine Karten vorbestellt werden, der Verkauf läuft ausschließlich über die Abendkasse.

Seit Herbst 2010 gedenkt Abgang Prominenten, die in den Wochen zuvor gestorben sind. Ob Künstler, Politiker oder Wissenschaftler: Durch ihre Texte, Lieder, Filme oder Erfindungen werden die Toten an diesem Abend noch einmal sehr lebendig. Dass dabei nicht lange geplant werden kann, liegt in der Sache der Natur.

Und gerade diese Spontaneität macht die Veranstaltung so einzigartig und abwechslungsreich. Wer wird dabei sein, welche Gäste kommen zusammen? Zufall und Schicksal entscheiden darüber oftmals wenige Stunden vor Veranstaltungsbeginn. Eins ist allerdings sicher: Abgang ist alles andere als eine langweilige Trauerfeier.

Beim Abgang lesen & singen Mitglieder der Gruppe Neues EnsemblE, die Textauswahl stellt Sascha Koal zusammen, der Leiter des Theater Felina-Areal.

Die letzte Ausgabe in diesem Jahr findet ausnahmsweise in der Monatsmitte statt.
Und die Übersicht beginnt gleich mal mit einer Wissensfrage:
Was haben die beiden Filme Krieg der Sterne und Ghandi gemeinsam?
Für beide erhielt der britische Kostümbildner John Mollo jeweils einen Oscar. Außerdem kleidete er u. a. die Astronauten in Alien und die Sternenkrieger in Das Imperium schlägt zurück ein.

Der Zusammenbruch des sowjietischen Reiches war eines der Themen von Wladimir Makanin. Er beleuchtete die Probleme einer Übergangsgesellschaft in Romanen wie Underground oder Ein Held unserer Zeit und Benzinkönig. In letzterem Werk entwendet ein russischer Major während des Tschetschenienkrieges Treibstoff, den er eigentlich bewachen soll.
"Du sollst nicht stehlen" war das Gebot, das Krzysztof Kieślowski im siebten Teil seines Filmzyklus Dekalog behandelte. In dieser Episode spielte Władysław Kowalski eine der Hauptrollen, wie auch zwei Jahre später abermals unter dem selben Regisseur in Die zwei Leben der Veronika.
Mit ebenso meisterlichen Filmemachern wie Wolfgang Staudte, Steven Spielberg oder Ingmar Bergman arbeitete Hans-Michael Rehberg zusammen. Oft war er als schräge Persönlichkeit besetzt. In Supermarkt spielte er einen kunstliebenden Freier und wurde erstochen, der Tatort Schwarzer Advent bescherte ihm einen Auftritt als Vater, dessen Dominanz den eigenen Sohn zum psychotischen Mörder werden lässt und als Kommissar Rätz brachte er im Film Der Totmacher Fritz Haarmann zur Strecke.

Die Lebensgeschichte dieses Serienmörders verfilmte Ulli Lommel 1973 unter dem Titel Die Zärtlichkeit der Wölfe. Angefangen hatte er allerdings als Schauspieler u. a. in Detektive - Ihr erster Fall war eine Frau und Liebe ist kälter als der Tod. Nach Verbrechen an der Filmkunst mit Waffen wie Jodeln is ka Sünd oder Ausgerechnet Bananen wanderte er Ende der 70er nach Amerika aus und lenkte von dort aus den Zuschauerblick auf oft ziemlich unangenehme Zeitgenossen. Davon und leider auch von seinem künstlerischem Unvermögen zeugen Werke wie The Boogey Man, Totentanz der HexenAbsolute Evil und Manson Family Cult.
Im letztgenannten Film ging es um den Mann, der vielen zum Inbegriff des absolut Bösen wurde: Charles Manson. Von den Beatles stahl er sich den Ausdruck Helter Skelter und durch Morde, die er von seinen Sektenmitgliedern ausführen ließ, hoffte er einen Rassenkrieg auszulösen. Er verkörperte die düsteren Auswüchse der Hippie-Kultur und wollte sich zunächst als Folkmusiker einen Namen machen.
Katie Lee nahm Mitte des vergangenen Jahrhunderts die sicherlich tiefenpsychologischsten Titel der Folkmusik auf. So z. B. kam sie zur Weisheit Life is just a Bed of Neuroses, klärte auf mit The Ballad For Group Therapy, erkannte It Must Be Something Psychological, sang den Schizophrenic Moon an und forderte zum Insecure Tango auf.
Alles andere als unsicher waren viele der Helden in den Filmen des rumänischen Regisseurs Mircea Dragan. Gleich in drei Werken stellte er Stefan der Große in den Mittelpunkt. Dieser bestieg 1457 mit Hilfe von
Vlad III. Drăculea den Thron des Fürstentums Moldau. Über ein halbes Jahrtausend später konnten dann die Zuschauer erleben, wie dieser bedeutende Herrscher Das Geschlecht der Falken gründete, Abenteuer im Zeichen des weißen Pferdes überstand und die Türkenschlacht im Nebel gewann.

Heroen der Antike lieh Brad Harris seine Muskeln. Zwar fing er als namenloser Gladiator in Spartacus an, war aber später bei der Rückkehr der stärksten Gladiatoren der Welt dabei. Außerdem leitete er als Captain Tom Rowland die Mordkommission in Manhattan und verpasste so den deutschen Agentenfilmen um Kommissar X den bitter nötigen amerikanischen Flair. Als selbiger Lokalkolorit kämpfte er gegen Die Flußpiraten vom Mississippi, Die Goldsucher von Arkansas sowie Die schwarzen Adler von Santa Fe. Diese drei Teutonenwestern versuchten im Kielwasser der Verfilmungen von Romanen nach Karl May Kasse zu machen.
Doch gegen Winnetou hatten diese Werke natürlich keine Chance. Im zweiten Teil der Trilogie um den Apachenhäuptling verliebte der sich in Ribana, deren knappes Squaw-Kostüm Karin Dor trug. Ein paar Jahre zuvor glänzte sie allerdings bereits in der Rolle einer weißen Siedlerin als Der Schatz im Silbersee. Auch in einer weiteren Erfolgsreihe durfte sie schreiend in die Arme der blonden Helden fallen. Denn bei Filmen nach Edgar Wallace jagten ihr Die Bande des Schreckens und Der unheimliche Mönch hinterher. Ebenso hatte es Der grüne Bogenschütze auf ihre brünette Unschuld abgesehen, wie gleichfalls Der Fälscher von London die junge Lady ins Zimmer 13 locken wollte.
Solchen überkommenen Rollenverteilungen sagte die Frauenbewegung den Kampf an. Ein Wegbegleiter war dabei der autobiographische Roman Häutungen der Schweizer Schriftstellerin Verena Stefan.

Und dass auch erotische Wünsche nicht nur eine Männersache sind, zeigte Nancy Friday in Bestsellern wie Die sexuellen Phantasien der Frauen, Verbotene Früchte - Die geheimen Fantasien der Frauen und Befreiung zur Lust - Neue sexuelle Phantasien von Frauen.
Bei Johnny Hallyday wurden und werden sicher auch weiterhin viele Frauenherzen schwach bei dem Gedanken, eine Nacht mit ihm zu verbringen und sich von seiner durch einen Dreitagebart betonter rockigen Männlichkeit verführen zu lassen.
Die Imagination des Betrachters hat sicher auch das Model und Callgirl Christine Keeler angeregt, als sie auf dem Höhepunkt der Profumo-Affäre 1963 nackt den Stuhl des Designs Ameise ziete, ihre reizvolle Weiblichkeit von der hölzernen Rückenlehne verdeckt wurde.
Wegen der zu eindeutigen Darstellung von Sex wurden jahrzehntelang einige phantasieanregende Passagen des Romans Lady Chatterley von D. H. Lawrence durch die britischen Behörden zensiert. Als 1960 der Verlag Penguin Books angeklagt wurde, weil er mit dem ungekürzten Werk die Menschheit verdarb, übernahm der Kronanwalt Jeremy Nicolas Hutchinson, Baron Hutchinson of Lullington die erfolgreiche Verteidigung. Dasselbe gelang ihm kurze Zeit später bei dem Buch The Mouth and Oral Sex von Paul Ableman, das in Deutschland schlicht unter dem Titel Der Mund publiziert wurde.

Aber auch die wärmende, jugendfreie Liebe wird in unserer Winterausgabe nicht zu kurz kommen. Hatte doch Robert Knight mit Everlasting Love seinen ersten und größten Hit.
Ewig hat sich auch Hans Schäfer in das Geschichtsbuch des Sports eingeschrieben. Denn 1954 gehörte er mit zur Mannschaft, der Deutschland den ersten Weltmeistertitel im Fußball verdankt. Aber nun hieß es auch für ihn: "Aus, aus, aus. Das Spiel ist aus!"
Ausgespielt hat auch der finnische Kanadier Pentti Glan. Seine Trommelstöcke schwang er u. a. für den Steppenwolf John Kay, Alice Cooper, Bette Midler sowie Lou Reed.
Letzterer und weitere Musiker wie Leonard Cohen oder David Bowie verdanken
Paul Buckmaster nicht nur Arrangements bei manchen ihrer Songs, er griff auch nicht selten für sie zu seinem Hauptinstrument, dem Cello. Abgesehen davon lieferte er ebenso den Soundtrack zu Filmen wie Der Macher und 12 Monkeys.

Zum Affen hat die Katze Paddles den amerikanischen Präsidenten gemacht, als sie sein erstes Telefonat mit ihrer Herrin, der neuseeländischen Premierministerin, störte. Nun wurde sie von einem Auto überfahren und es stellt sich wieder einmal die Frage, ob da nicht wie so oft der C.I.A. die Hände am Steuer hatte. In ein paar Jahrzehnten werden wir es wissen, sobald auch diese Akten veröffentlicht werden.
Auf Hawaii der 80er-Jahre wäre dieser Fall nach 45 Minuten gelöst gewesen, das bewies schließlich Detektiv Magnum in 162 Episoden. Der Titelheld lebte im Gästehaus des berühmten Schriftstellers Robin Masters, dessen Anwesen von Jonathan Quayle Higgins III verwaltet wurde. Verkörpert hat diesen überkorrekten britischen Adligen der in Texas geborene Schauspieler John Hillermann.
Doch gegen Totò Riina wäre auch dieses Gespann machtlos gewesen. Der war als Der Boss der Bosse zwei Jahrzehnte lang Oberhaupt der Corleonesi und regierte diese Familie der Cosa Nostra mit brutaler Hand. Auf sein Konto gingen u.a. die Morde an den Mafiajägern Borsellino und Falcone. 1993 wurde er dann endlich verhaftet. Und es hält sich das Gerücht, dass er von anderen Bossen an die Polizei verraten wurde.
Poliziottesco nannte sich in Italien das Genre, in dem sie diese staatstragende Rolle spielten. Und ein bekannter Mime war dabei Ray Lovelock. So z. B. in Filmen mit reisserischen Titeln wie Tote pflastern seinen Weg und Mord in der Toskana. Doch als Hippie besuchte er Das Leichenhaus der lebenden Toten und sein schönes Gesicht zeigte er auch in Meisterwerken wie Komm, wir machen Liebe und Oben ohne, unten Jeans.

Bei ihrem großen Auftritt im November 1975 hat Janet Paula Lupo sogar die Hosen weggelassen. Da war die spätere Immobilienmaklerin nämlich im Centerfold des Playboy zu bewundern. Wer allerdings jetzt in seiner Sammlung nachschaut, wird vielleicht enttäuscht sein, denn sie ließ die Hüllen nur in der amerikanischen Ausgabe fallen.
20 Jahre früher war die Sprache für den Akt des Ausziehens noch sehr blumig, wie der Titel Ein Gänseblümchen wird entblättert beweist. In der Rolle des Fotographen durfte dabei Robert Hirsch durch den Sucher zuschauen. Im Bilde war er auch, als es am Tatort Paris hieß: Maigret kennt kein Erbarmen.

Genauso wenig Mitleid zeigte Shyla Stylez im Film Pirates II: Stagnetti’s Revenge - der Erwachsenenversion von Fluch der Karibik. Ihrer Rolle einer Bauchtänzerin kam der Kanadierin sicher
zugute, dass sie als Stripperin ins Berufsleben startete. Nach dem Arbeiten an der Stange begann sie übrigens ihre Karriere bei Anabolic Productions.
Und dieses Hilfsmittel zum Muskelaufbau bringt uns gleich mal zu Eddy Steinblock. Schließlich gilt bei ihm die alte lateinische Redensart: Nomen est omen. Denn unter dem Namen The Big German trat er als Wrestler seinen Gegnern ins Genick. Später war er der Prolo-Zuhälter Jupp in den Filmen Voll normaaal - Die Rache der Blöden und Die Superbullen.

Super war der Privatdetektiv Weber in den Romanen von Werner Toelcke. Der lebte zwar in der DDR, doch sein Romanheld kam in Westdeutschland zu den Erkenntnissen Tote reden nicht und Botschafter morden nicht. In den Verfilmungen übernahm der Autor auch noch selbst die Titelrolle.
So weit ging Wolfgang Schreyer nicht. Der Fernsehmehrteiler nach seinem 1959 erschienenen Roman Das grüne Ungeheuer wurde ohne ihn gedreht. Die Vorlage war eines der auflagenstärksten Bücher der DDR und erzählt keine Gruselgeschichte, sondern einen Politthriller, der vor dem Hintergrund des Bananenkrieges in Guatemala angesiedelt ist. Dort wird ein ehemaliger Wehrmachtspilot von einer kriminellen Organistaion angeheuert.
Zwei solchen Banden steht Django in dem gleichnamigen Italowestern mitten im Schlamm gegenüber. Den Song, zu dem Franco Nero während des Vorspanns seinen Sarg hinter sich herzieht, hat Luis Bacalov geschrieben. Wie auch die Musik zu anderen staubigen Genrevertretern wie Töte Amigo, Sugar Colt oder Blutiges Blei. Doch er hat auch Fellinis Stadt der Frauen untermalt, für Der Postmann bekam er 1994 gar den Oscar.

Für diesen Preis wurde 1968 gleich viermal Die Liebe eines Sommers nominiert. In dem Film hat Frank Corsaro einen seiner wenigen Leinwandauftritte. Sonst war er vor allem als Regisseur aktiv und leitete ab 1988 sieben Jahre lang das Actors Studio.

Nicht im Studio sondern an Originalschauplätzen im Mannheimer Hafen und Jungbusch wurde anno 1971 der vierte Tatort gedreht. Der Matrose Walter ersticht Auf offener Straße einen Passanten. Als Kameramann war Justus Pankau ganz nah dran, wie auch später bei Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo und Das Schweigen des Dichters.
Doch jetzt wird es wieder laut:
In der letzten Ausgabe gedachten wir seinem großen Bruder George, nun ist auch der Gitarrist Malcolm Young gestorben. Ob der Rhythmus- und Riffgeber von AC/DC nun die Hells Bells auf dem Highway to hell hört? Ganz sicher wird unser winterlicher Abgang genutzt für ein powervolles For those about to rock - We salute you. Denn eine tröstende Gewissheit verdanken ihm Sünder auf jeden Fall: Hell Ain’t a Bad Place to Be.
Doch die Welt muss keine Hölle, sie kann auch ein Paradies sein. Das zeigte Jill Barklem mit den süßen Mäusefamilien, deren konfliktfreie Heimat ist das idyllische Brombeerhag.
Doch nun wieder zurück ins Weltall. Denn Michael Davies alias Dik Mik war nicht nur beim Debüt der Spacerocker Hawkwind dabei, er bediente Audio Generator und Synthesizer ebenso bei den Alben In search of space und Doremi Fasol Latido.

Sehr bodenständig war dagegen Paul Würges. Gefeiert als der deutsche Bill Haley hatte der Rock'n'Roller Erfolg vor allem mit seinen deutschen Versionen amerikanischer Hits.
Gleich beide Fassungen seines größten Hits Rain, Rain, Rain hat Bernd Simon unter seinem Pseudonym Simon Butterfly eingesungen. Bei seinem Lied Gartenzwerg AG beließ er es allerdings als Simon und die 7 Zwerge beim teutonischen Text.
An die Songs von David Cassidy hat sich aber kein Umdichter gewagt. Warum auch, denn Titel wie I think I love you, I am a clown und Rock me Baby sind schließlich selbsterklärend.
Wissenswertes zu vielen bewegenden Themen lieferte auf sehr eigenwillige Art Peter Berling in den Fernsehformaten 10 vor 11 bzw. Prime-Time/Spätausgabe von Alexander Kluge. Dort schlüpfte er in verschiedene Rollen und deren Kostüme, erfuhr aber erst in der Sendung, was das Thema ist und wen er verkörpert.
Das ist bei uns ja nicht der Fall...

Pressestimmen:

»Wenn es um den Tod geht, ist eigentlich niemandem zum Lachen zumute. Wenn das Neue Ensemble des Theater Felina Areal mit seiner Kultlesung auf der Bühne steht, dafür umso mehr.
„Abgang“ ist eine schräge Lesung, beliebt und hochgelobt und auf jeden Fall zum Totlachen. Das, was die Zuschauer im voll besetzten Theatersaal erwartet, ist mehr als nur tiefschwarzer Humor, es ist ein amüsantes Gedenken an jüngst verstorbene bekannte Schauspieler, Musiker, Dichter und Denker, bei dem nichts und niemand verschont bleibt. Doch ab und zu zeigt der Tod auch seine fröhliche Seite (...)

Die fünf Akteure spielen mit ihren Stimmbändern wie ein Orchester verschiedener Stimmlagen und Stimmungen. Sie greifenkleine Details akribisch auf, die in kurzen, unscheinbaren Nebensätzen versteckt sind.
Fazit: ein rundum gelungener Leseabend.«
Mannheimer Morgen (über Abgang Januar 2016)

»Anders als der Titel vermuten lässt, ist die Lesung witzig und alles andere als ein „Runterzieher“, packt schonungslos und unverblümt die großen Themen des Lebens an.«
Mannheimer Morgen (über Abgang März 2016)

»Die Stammgäste wissen, dass sie kein konventionelles Theater erwartet. Es ist vielmehr, als beobach- teten sie einen intellektuellen Kneipenabend alter Freunde mit einem Hang zur platonischen Nekrophilie.«
Mannheimer Morgen (über Abgang September 2015)

»Die Texte der Lesung hatte Regisseur Sascha Koal mit Sinn für Pointen und hintersinnigen Humor ausgesucht. Doch Gelächter beim kollektiven Gedenken an literarische, philosophische, politische und künstlerische Größen (...) – ist das erlaubt? Unsere Tage auf Erden sind begrenzt und nichts vergegenwärtigt diese Tatsache so sehr wie ein unerwarteter Tod. Doch es ist der Humor, der dafür sorgt, dass die Menschen nicht ihren Überlebenswillen verlieren (...)
Die vier Schauspieler jedenfalls zeigten, dass sie keine Trauerklöße sind. Mit überbordender Spielfreude schlüpften sie in mehr als 40 Rollen: Das Lachen und der Tod – bei ihrer brüllend komischen Lesung loteten sie genau diese Frage mit Feingefühl und Empathie aus.«
Mannheimer Morgen (über Abgang März 2015)

»Wer eine Trauerfeier erwartete, suchte diese vergebens. Stattdessen bahnte sich ein schräges, satirisches und existenziell philosophisches Ereignis an. Übermorgen wird der nächste gehen, aber wenn es schon passieren muss, dann stilvoll. Wenn schon Trauer, dann aber bitte richtig – mit viel Krach, Brimborium und Worten.
Aus allen möglichen Blickwinkeln präsentierten die sechs Schauspieler die jüngst Verstorbenen und schenkten den Zuhörern so den letzten, ultimativen Kick.
Ein „Abgang“ mit schrägen Gesangseinlagen, neurotischen Rettern, überdrehten Rückblicken auf die Vergangenheit und mit Schauspielern, deren Antworten auf essentielle Fragen so staubtrocken wie die Wüste Gobi daherkommen – einfach köstlich.«
Mannheimer Morgen (über Abgang Januar 2015)

»Nicht nur die intelligente und die Dinge auf den Punkt bringende Textauswahl war eine Meisterleistung, sondern auch die grandiose Darbietung der fünf Schauspieler, die in fiegendem Wechsel in mehr als 40 Rollen schlüpften.«
Mannheimer Morgen (über Abgang September 2014)

»...eine amüsante Lesung mit frech-frivolen musikalischen Akzenten...
„Abgang“ gleicht einem szenischen Abschiedsbrief - mit einem Augenzwinkern inszenierte, humorvoll bis leisemelancholische Reflexionen über das Leben, das Theater und den Tod.«
Mannheimer Morgen (über Abgang April 2013)

»Ein unterhaltsamer, lustiger, fantasievoller und abwechslungsreicher Abend.«
Mannheimer Morgen (über Abgang Januar 2013)

»Die Schauspieler packten ganz unverfroren ihre Gefühle in direkte Worte. Und genau diese Direktheit macht die Lesung so unverwechselbar. Der Tod, der alle verbindet, war zwar Ausgangspunkt des Programms, doch Lachen kann sehr befreiend sein.«
Mannheimer Morgen (über Abgang November 2012)

Das Bild unseres Fotografen DangerZone zeigt den Mittelpunkt Mannheims, den Sensenmann auf der Spitze des Paradeplatz-Brunnens.